Ein junges Herz braucht Ihre Unterstützung
Hoffnung fürs Herz - Helfen Sie Kindern wie Joyra weiterzuleben
Joyra ist 12 Jahre alt und lebt in einer abgelegenen Bergregion der Provinz Badakhshan in Afghanistan. Sie liebt bunte Kleider, hilft ihrer Mutter im Alltag und träumt davon, Schneiderin zu werden – um eines Tages für sich und ihre Familie sorgen zu können.
Doch Joyra wurde mit einem schweren Herzfehler geboren. Ihr Herz ist falsch aufgebaut, eine Kammer ist zu klein, wichtige Gefäße sind fehlgeleitet – ihr Leben hängt an einem seidenen Faden. Eine Operation könnte sie retten – aber in Afghanistan fehlt es an der nötigen Ausrüstung und erfahrenen Herzchirurgen.
Seit vielen Monaten begleiten wir sie mit medizinischer und sozialer Unterstützung. Doch jetzt braucht sie – wie viele andere schwer herzkranke Kinder – dringend eine lebensrettende Behandlung im Ausland.
Warum Ihre Spende so wichtig ist:
Kinder wie Joyra wachsen in Armut und Unsicherheit auf – ohne verlässlichen Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung oder Schutz. Als Mädchen in einem abgelegenen Teil Afghanistans ist sie besonders schutzlos.
Doch sie gehört zu den Verletzlichsten – und zugleich zu denen, für die es eine medizinische Behandlungsperspektive gibt. Eine Operation bietet die Möglichkeit, ihr Leben zu verbessern und vielleicht sogar zu retten – wenn wir gemeinsam helfen.

Ein Fahrrad für Azizullah
Ein letzter Wunsch
Azizullah ist ein 8-jähriger Junge, der trotz seiner schweren Krankheiten außergewöhnlichen Mut zeigt. Er kämpft gegen Leukämie, eine bösartige Blutkrankheit, und leidet zusätzlich an Thalassämie, einer genetischen Bluterkrankung. Beide Erkrankungen sind behandelbar, doch in Afghanistan, einem Land mit einem überlasteten und aufgrund jahrelanger Konflikte zerstörten Gesundheitssystem, wird diese Behandlung zu einer nahezu unüberwindbaren Hürde. Krankenhäuser sind oft überfüllt und schlecht finanziert, was die Behandlung zu einer ständigen Herausforderung macht.
Die Familie lebt in einer abgelegenen Region ohne Zugang zu medizinischer Versorgung. Azizullahs Vater, fast blind und als Tagelöhner mit geringem Einkommen, kämpft täglich ums Überleben. Ohne eine Krankenversicherung muss die Familie neben den hohen Behandlungskosten auch Reise- und Aufenthaltskosten für den Weg in die weit entfernte Hauptstadt Kabul aufbringen. Unter diesen extrem schwierigen Bedingungen reicht das Geld nicht aus, um die notwendige Behandlung für Azizullah zu finanzieren. Dennoch bleibt sein Vater hoffnungsvoll und gibt nicht auf, seinem Sohn die dringend benötigte Hilfe zu ermöglichen.
Als KinderBerg International e.V. von Azizullahs Leidensweg erfährt und die soziale Bedürftigkeit der Familie erkannt wird, können wir ihm durch private Spenden die Behandlung und Reisekosten in einer privaten Mutter-Kind-Klinik in Kabul ermöglichen. Sein hingebungsvoller Vater und die gesamte Familie unterstützen ihn während der schwierigen Behandlung mit viel Liebe und Fürsorge. Besonders berührend ist, wie der Vater täglich mit abgenutzten, nassen Schuhen vor dem Krankenhaus steht und um Blutspenden bittet, um das Leben seines Sohnes zu retten. Auf eigenen Komfort verzichtend, schläft er im Gästebereich des Krankenhauses, um das Geld für eine Unterkunft zu sparen, stets im Fokus der Behandlung seines Sohnes.
Doch leider kommt die Hilfe zu spät, da die Krankheit bereits zu weit fortgeschritten ist. Trotz intensiver Behandlung kann die Leukämie nicht besiegt werden.

In den letzten Wochen von Azizullahs Leben, als die Behandlung nur noch palliativ fortgeführt wird und die Ärzte ihn nach Hause entlassen, übernimmt KinderBerg International e.V. die weitere palliative Betreuung. So kann die Familie Azizullahs letzte Tage in Frieden und im Kreis ihrer Liebsten verbringen. In dieser schweren Zeit bieten wir der Familie Trost und Geborgenheit, während wir sie auf ihrem letzten gemeinsamen Weg begleiten.
Ein letzter Herzenswunsch von Azizullah, ein Fahrrad, wird mit Unterstützung von KinderBerg erfüllt. Auch wenn er es nie selbst fahren konnte, ist es ein symbolischer Akt, um ihm ein Stück Freude zu schenken und ihm zu zeigen, dass selbst in der dunkelsten Stunde kleine Wünsche in Erfüllung gehen können.
Azizullahs Geschichte erinnert uns an die Bedeutung von Mitgefühl und Unterstützung in den schwierigsten Momenten des Lebens. An seinem Beispiel wird die Not vieler Familien in Afghanistan sichtbar, einem Land, das von Armut, Konflikten und Unterdrückung geprägt ist – einem Ort, an dem das Leben und der Tod oft von unvorstellbaren Belastungen bestimmt werden. Dank Ihrer Spenden können wir weiterhin Familien unterstützen, die mit ähnlichen Schicksalen kämpfen und ihnen in diesen schwierigen Zeiten beistehen.
Möge Azizullahs Seele in Frieden ruhen, und möge seine Geschichte uns alle weiterhin inspirieren, Mitgefühl und Unterstützung dorthin zu bringen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.
Ein Dach über dem Kopf
Extremwetterereignisse als Folgen des Klimawandels - Überschwemmungen in Afghanistan zerstören Arzos zuhause
Weite Teile Afghanistans wurden in diesem Frühjahr infolge andauernder Starkregenfälle von schweren Überschwemmungen erfasst und verschlimmerten die ohnehin schwierige humanitäre Lage des Landes zunehmend. Mehrere hundert Menschen verloren nach Angaben zuständiger Behörden ihr Leben, Tausende wurden obdachlos und unzählige Verletzte waren zu beklagen. Die extremen Unwetter verursachten erhebliche finanzielle Verluste, zerstörten landwirtschaftliche Nutzflächen, das Vieh vieler Bauern ertrank, Häuser wurden vollständig zerstört, Brücken stürzten ein und blockierten dabei wichtige Zufahrtsstraßen.
Besonders schwer betroffen war auch die Bergregion Badakhshan, die von starken anhaltenden Stürmen und Regenfällen heimgesucht wurde und in ihren extremen Folgen vor allem die ärmsten der Armen trafen. Die ohnehin schon einfachsten Verhältnisse, in denen die Menschen dort leben, wurden durch die Überschwemmungen dramatisch, lebensbedrohlich und machten auch vor unseren kleinen Patienten des Telemedizin – Projektes und ihren Familien nicht Halt.

Zu Ihnen gehört Arzo (7.J.) aus Chata, einer kleinen Ortschaft südlich der Provinzhauptstadt Feyzabad. Das Dorf liegt, umgeben von Bergen, in einem großen Tal und verläuft entlang des Flusses Kokche, der sich blitzartig zu einem reißenden Strom verwandelte. Aufgrund seiner geographischen Lage handelt es sich bei dieser Region um ein überschwemmungs- gefährdetes Gebiet, das weder über Fluttore, noch über eine gesicherte Standardinfrastruktur verfügt. Die Menschen vor Ort waren den aufkommenden Wassermassen schutzlos ausgeliefert, so auch Arzo und Ihre Familie.
Aufgrund der schlechten und instabilen Bausubstanz Ihres Hauses stürzte das Dach Ihres Wohnzimmers ein und hinterließ einen Ort der Verwüstung. Glücklicherweise gelang es der Familie rechtzeitig aus dem Haus zu fliehen, so dass sie überlebten und unverletzt blieben.
Als kleines Mädchen wurde Arzo wiederholte Male als unterernährtes Kind im Mutter-Kind-Haus von KinderBerg International behandelt. Auch Ihre junge Mutter ist mangelernährt und versucht mit allen Kräften zusammen mit Ihren Schwägerinnen, der Schwiegermutter, mit denen sie gemeinsam im frauengeführten Haushalt lebt, die Existenz für sich und die Kinder zu sichern.
Afghanistan wird von den Vereinten Nationen als eines der durch den Klimawandel am stärksten gefährdeten Länder eingestuft.
Extreme Wetterbedingungen, insbesondere Überschwemmungen, Dürren sowie Sand- und Staubstürme, auf die das Land schlecht vorbereitet ist, nehmen zu und gefährden das Leben der Menschen und ihre Existenzgrundlagen.
Arzos Vater ging vor einiger Zeit in den Iran, ohne Visum und durch Schmuggler eingeschleust, in der Hoffnung dort Arbeit und Geld für den Lebensunterhalt der Familie zu finden. Sein Plan missglückte, denn die kriminellen Schlepper, die ihn in den Iran brachten forderten horrende Kosten für den Transport, die ihn zusätzlich verschuldeten.
Um der Familie in Ihrer Not beizustehen leistete KinderBerg International umgehend Soforthilfe, stellte überlebenswichtige Lebensmittel, Kleider und Hygienepakete bereit und übernahm die Reparaturkosten des beschädigten Hauses.
Vielen Dank für Ihre Spende, mit der sie es uns ermöglicht haben, Arzo und Ihrer Familie ein sicheres Dach über dem Kopf zurückzugeben.

Herzensangelegenheit
Hoffnung für Malika auf ein gesundes Leben
Laut Studien kommen jährlich etwa 1,5 Millionen Kinder mit einem angeborenen Herzfehler zur Welt, der damit zu den häufigsten angeborenen Defekten gehört. Dank der fortschrittlich entwickelten Kinderkardiologie sind die langfristigen Perspektiven, trotz der Erkrankung bis ins Erwachsenenalter ein normales und produktives Leben führen zu können, grundsätzlich sehr gut. Dies hängt allerdings entscheidend davon ab, wo auf der Welt das Kind geboren wird. Wenn der Zugang zu Vorsorgeuntersuchungen, Frühdiagnose und Behandlung gewährleistet sind, haben die betroffenen Kinder eine 95%ige Heilungschance, bis ins Erwachsenenalter zu überleben.
In vielen Entwicklungsländern, so auch in Afghanistan, bedeutet ein angeborener Herzfehler jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit bereits im frühen Kindesalter daran zu versterben. Die hohe Zahl an Todesfällen resultiert vor allem daraus, dass lebenswichtige Medikamente, Kathetereingriffe und die operative Herzkorrektur, die vielmals im ersten Lebensmonat oder noch im Vorschulalter notwendig ist, nicht möglich und nicht finanzierbar sind.
Malika aus der Provinz Badakhshan ist eines dieser betroffenen Kinder. Seit Geburt litt sie an einem Ventrikelseptumdefekt, bei dem durch ein Loch in der Kammerscheidewand Blut aus der linken zur rechten Herzkammer fließt. Nach Angaben ihrer Mutter war sie seit ihrem neunten Lebensmonat immer krank. Zu Ihren häufigsten Beschwerden gehörten blaue Flecken auf den Lippen und Nägeln, ein anhaltender Husten mit Kurzatmigkeit und ein viel zu schneller Herzschlag. Ihre Symptome verschlimmerten sich im Laufe der Zeit und führten für das Mädchen zu einem lebensbedrohlichen Gesundheitszustand. Ohne eine baldige Operation und dem Verschluss des Lochs in Ihrem Herzen schwanden Malika’s Überlebenschancen von Tag zu Tag mehr.
Die Familie lebt in einem abgelegenen Dorf im Distrikt Argo, in dem die Lebensbedingungen nicht gut sind und kein direkter Zugang zur medizinischen Versorgung vorhanden ist. Das nächste Krankenhaus in der Provinzhauptstadt Feyzabad ist unterfinanziert, es mangelt an einer funktionierenden Infrastruktur, ausgebildetem Personal und technischem Know-How.

Malika’s Vater kocht Bulani, ein traditionelles afghanisches Essen und verkauft es täglich auf dem örtlichen Bazar. Mit seinem niedrigen Einkommen kommt die Familie halbwegs über die Runden, doch eine lebensrettende Herzoperation für Malika in der entfernten Hauptstadt in Kabul, die sie aus eigener Tasche bezahlen müssten, ist unmöglich.
Ehrenamtliche KinderBerg Mitarbeiter des Telemedizin Projektes erfahren über einen engagierten Kinderarzt vor Ort von Malika’s schwerer Erkrankung und können sie unverzüglich im französischen Privatkrankenhaus in Kabul in der dortigen Kinderkardiologie vorstellen, in der sie nach erforderlichen Untersuchungen die lebensrettende operative Behandlung erhält. Das Mädchen erholt sich schnell von dem Eingriff und kann im Februar 2024 nach einem Kontrollbesuch vollständig genesen und gesund zu ihrer Familie zurückkehren.
Dank Ihrer Hilfe ist es KinderBerg möglich für schwerkranke Kinder aus sozialschwachen Familien die lebensrettende Herzoperation, den langen Aufenthalt in Kabul, einschließlich der Kosten für Essen, Unterkunft und Taximiete, sowie die Kosten für die Hin- und Rückreise nach Kabul zu finanzieren.
Ihre Spende zählt!
Bitte unterstützen Sie unsere wichtige Arbeit auch weiterhin, denn jeder Beitrag hilft, das Leben von Kindern wie Malika zu retten und Hoffnung zu schenken.
Starke Kinderfüße
Mudasir lernt laufen
Mudasir ist vier Jahre alt und stammt aus Dashte-Archi, einer kleinen Ortschaft in der Nordostprovinz Kunduz. Vor mehr als zwölf Jahren betrieb KinderBerg International e.V. hier im Rahmen von Stabilisierungsmaßnahmen durch die Unterstützung des Auswärtigen Amtes ein Gesundheitszentrum und ist bis heute vielen Bewohnern aus Dashte-Archi vertraut. Aufbau des Basisgesundheitswesens in Afghanistan.
Mudasir lebt mit seiner Mutter und seinen beiden Geschwistern alleine. In einem Land wie Afghanistan, indem die Rechte und Bewegungsfreiheiten für Frauen in massivem Masse eingeschränkt sind, ist ein von Frauen geführter Haushalt zur Bewältigung des alltäglichen Lebens eine enorme Belastung für die Familie. Mudasir’s Vater, der an psychischen Störungen litt, verließ die Familie.
Seine Mutter, die als ausgebildete Lehrerin für eine wohltätige Organisation arbeitete, verlor mit der Machtübernahme der Taliban und dem verhängten Arbeitsverbot für Frauen ihre Anstellung. Seitdem versucht sie sich und ihre Kinder mit kleinen Aushilfstätigkeiten über Wasser zu halten.

Seit seiner Geburt leidet Mudasir an einem sogenannten Senkfuß, der in Folge von angeborenen Nervenschädigungen zu einer Muskelschwäche mit Lähmungserscheinungen im Fuß führt. Durch die unterentwickelte Beinmuskulatur kann Mudasir nicht richtig gehen und er leidet an starken Schmerzen und Taubheitsgefühlen im Bein.
Eine kostspielige erforderliche Behandlung kann sich die Familie auf Grund der geschilderten Bedingungen nicht leisten, sodass sich die Beschwerden im Laufe der Zeit verschlimmern und für Mudasir große Einschränkungen und Schwierigkeiten mit sich bringen, die ihn enorm belasten. Er kann nicht mit anderen Kindern spielen und herumtollen, stürzt oft zu Boden und ist vollständig auf die Hilfe anderer angewiesen.
Haji Naeem, ein Dorfältester aus Dashte- Archi, der sich um die Belange seiner Dorfbewohner kümmert, stellt Mudasir dem Telemedizin – Projekt vor.
In Ab- und Rücksprache mit dem KinderBerg – Telemedizin – Team, wird Mudasir, der alle sozialen und medizinischen Kriterien des Projektes erfüllt, zusammen mit seiner Mutter und in ehrenamtlicher Begleitung durch Haji Naeem, Fachärzten in einem französischen Privatkrankenhaus in Kabul vorgestellt.
Es erfolgt eine erste Operation, die Mudasir in Unterstützung einer speziellen Beinprothese beim Gehen helfen und seine Genesung fördern soll. Die ersten Gehversuche sind schmerzhaft, schwierig, da der Junge nie richtig laufen gelernt hat und Mudasir bleibt hinter den Erwartungen der behandelnden Ärzte zurück.
Erst geduldige fortwährende Übungen und eine weitere Fuß-Knöchel-Orthese lassen erste Geherfolge und ein stolzes Kind erkennen.
Es liegt noch ein weiter Weg vor Mudasir und eine zweite Operation wird, in Abhängigkeit seiner Entwicklung, aller Voraussicht nach notwendig sein.
Mudasir ist ein sehr kluger und intelligenter Junge und beeindruckt uns ganz besonders durch seine zurückgewonnene Lebensfreude und Willensstärke. Wir werden ihn im Rahmen des Telemedizin Projektes weiterhin nach sozialmedizinischen Bedürfnissen der Familie unterstützen, um vor allem Mudasir Gesundheit und vor-schulische Bildung für ein zukünftiges selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Man sieht wie durch einen Schleier
Geschwisterkinder leiden am kindlichen Katarakt
Die Geschwister Aziza (11 Jahre) und Mustafa (6 Jahre) stammen aus der Provinz Kunduz und sind seit ihrer Geburt beidseitig am Grauen Star erkrankt. Bei dem sogenannten kongenitalen Katarakt handelt es sich um eine schmerzlose Trübung der Linse, die bei der Geburt bereits vorhanden ist oder kurz danach entsteht. Bleibt eine medizinische Behandlung aus, so wie es auch bei Aziza und Mustafa der Fall war, verdichtet sich die Trübung der Linsen im Laufe der Zeit, bis die Augen nur noch zwischen hell und dunkel unterscheiden können. Die beiden Geschwisterkinder konnten auf Grund ihrer Sehbehinderung jahrelang ihren Alltag nur eingeschränkt und mit permanenter Hilfe ihrer Familie meistern.
In Entwicklungsländern wie Afghanistan sind viele Kinder am kindlichen Katarakt erkrankt. Ursachen lassen sich häufig auf ein Ereignis in der Schwangerschaft, wie beispielsweise eine Rötelninfektion der werdenden Mutter zurückführen, können aber auch durch eine Vererbung, einen genetischen Defekt oder eine Stoffwechselerkrankung wie Diabetes Mellitus ausgelöst werden. Ferner besteht die Annahme, dass viele Kinder auch wegen Mangelernährung von der Krankheit betroffen sind.
Unerheblich Ihrer Ursachen, lässt sich der Graue Star nur durch eine Operation behandeln, um die Sehkraft zu erhalten, bzw. wiederherzustellen. Der operative Eingriff, bei dem die getrübte Linse entweder in Vollnarkose oder mit lokaler Anästhesie durch eine Kunstlinse ersetzt wird, ist verhältnismäßig gering und benötigt einen Kostenaufwand von schätzungsweise 200 Euro für ein betroffenes Auge.

Da die meisten Menschen in Afghanistan, so wie Aziza’s und Mustafa’s Eltern zu arm sind, um sich eine Operation leisten zu können, leben etliche Kinder mit einer beschränkten, eingetrübten und verschleierten Sicht. Mit Hilfe des Telemedizin- Projekts konnte KinderBerg die Reise- und Operationskosten für die beiden Kinder im „Aman Eye Hospital“ in Kabul finanzieren. Die Wiederherstellung ihrer Sehkraft war ein unbeschreibliches Geschenk für sie und ihre Familien und brachte ein ausgesprochen hohes Maß an Lebensqualität, Glück und Hoffnung zurück in ihr Leben.
Unterstützen Sie uns, damit wir weiteren Kindern zu mehr Licht und Klarheit in ihrer getrübten Sicht verhelfen können !
Mahazullah ist Opfer eines Terroranschlags
Mahazullah überlebt terroristischen Anschlag
Es ist Dienstag, der 6. Juni 2023 acht Uhr morgens. Wie gewöhnlich herrscht zu dieser Zeit ein dichtes Gedränge auf den Straßen Feyzabads, als es plötzlich einen lauten Knall gibt und Sekunden später eine intensive Druckwelle spürbar wird.
Es ist ein Selbstmordanschlag ! Ein Terrorist hatte seinen mit Sprengstoff beladenen Wagen direkt vor dem Amtsgericht der Provinzhauptstadt platziert und die Bombe gezündet. Der stellvertretende Gouverneur Badakhshans und sein Fahrer sind auf der Stelle tot. Es gibt etliche Verwundete, sechs Zivilisten werden schwer verletzt, darunter auch der 13-jährige Junge Mahazullah.
Mahazullah macht gerade eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker. In der Autowerkstatt, die sich gegenüber dem Gerichtsgebäude befindet, wechselt er gerade die Reifen eines Wagens, als es zu der schweren Explosion kommt und er nicht weiß wie ihm geschieht. Unzählige Granatsplitter prasseln auf ihn nieder, dann wird es schwarz um ihn und er verliert das Bewusstsein.
Mahazullah wird schwer verwundet, erleidet schwerste Verbrennungen am ganzen Körper und wird an seinem Kopf und den Augen verletzt.
Nach einer Erstversorgung vor Ort fliegt ihn das afghanische Militär zusammen mit den weiteren Schwerverletzten nach Kabul in das Militärkrankenhaus, wo er notoperiert und auf der Verbrennungsstation behandelt wird, in der Hoffnung sein Leben zu retten.
Eine ehrenamtlich tätige KinderBerg Mitarbeiterin trifft den verletzten Mahazullah erstmalig außerhalb des Militärkrankenhauses aus dem er bereits nach kurzer Zeit, viel zu früh, entlassen wird. Der Junge ist still und spricht kein einziges Wort. Auf Ihre Fragen zu seinem Befinden reagiert er nur mit einem Nicken oder über seine Mutter. Für jede weitere Art von Kommunikation ist er in dieser Situation unempfänglich.

KinderBerg International e.V. entscheidet sich den schwer traumatisierten Jungen zu betreuen und die Familie zu unterstützen, da die afghanische Regierung neben der medizinischen Notversorgung keine weiteren Hilfen für die Anschlagsopfer vorsieht. Die Kopfverletzung und Verbrennungen klingen allmählich glücklicherweise ohne Anzeichen von Infektionen ab, doch seine Brandnarben im Gesicht, an Rücken, Händen, Füssen und Beinen werden für den Rest seines Lebens sichtbar bleiben. Dazu leidet er weiterhin unter einem Kribbeln im verletzten Bein, so dass ihn KinderBerg bei einem Orthopäden vorstellt, der weitere Granatsplitter entfernt und den Jungen auf Grund einer Nervenkompression des Beines weiter behandelt. Bei einem Augenarztbesuch wird dazu eine nicht ausgeheilte Netzhautblutung diagnostiziert, die irreversiblen Schaden hinterlässt und seine Sehkraft unumkehrbar einschränkt, so dass er auf dem verletzten Auge nicht mehr weiter als zwei Meter sehen kann.
Neben den körperlichen Verletzungen hat der Anschlag Mahazullah in höchstem Maße traumatisiert und seelischen Schaden verursacht. Er wirkt introvertiert, zieht sich zurück und verhält sich zuerst anderen Kindern und Angehörigen gegenüber aggressiv. Mit geduldiger, einfühlsamer trauma – sensibler Arbeit lernt Mahazullah allmählich sein seelisches Leid besser zu verstehen, aus eigenen Kräften die Kontrolle über sein Leben zurückzugewinnen und seine Ängste abbauen zu können. Hierbei helfen ihm ganz besonders von KinderBerg finanzierte Zeichen- und Malkurse, die er mit großer Begeisterung und Leidenschaft besucht und sogar erste Anzeichen eines Lächelns auf seinem Gesicht erkennen lassen. Wir hoffen, dass er sich weiter gut erholt, um dann im nächsten Jahr seine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker fortsetzen zu können. Wir bleiben In Kontakt zu Mahazullah und leisten der Familie weiterhin soziale Unterstützung. Hierzu benötigen wir Ihre Hilfe!
Ramish’s Recht auf Gesundheit
Gute Prognosen für Ramish
Ramish ist fünf Jahre und leidet an einem Augentumor, der seinen linken Augapfel deutlich nach außen drückt. Der Tumor vergrößerte sich in den letzten anderthalb Jahren immer mehr, ohne jedoch die Sehkraft des Auges zu beeinträchtigen. Um unangenehmen Blicken und Fragen in der Öffentlichkeit zu entgehen, versteckte er seine Entstellung vorzugsweise hinter einer Augenklappe oder Sonnenbrille.

Über das Telemedizin – Projekt wurde der kleine Junge im Frühjahr 2022 in einer Videokonferenz Frau Dr. Mariam Khaleqi in Deutschland vorgestellt, die mit finanzieller Unterstützung KinderBergs gezielte Untersuchungen bei Fachärzten in Kabul empfahl. Die resultierenden Befunde wiesen ein sogenanntes Gliom, eine spezielle Tumorform des Sehnervs auf, der sich unaufhaltsam im linken Auge vergrößerte. Da es sich in Ramish’s Fall um einen gutartigen Tumor 1. Grades handelte, konnte man grundsätzlich von guten Heilungschancen ausgehen, nicht jedoch in Afghanistan. Auf Grund der Komplexität, mangelnden medizinischen Expertise, sowie fehlender medizinischer Infrastruktur, lehnten die afghanischen Augenärzte in Kabul die Behandlung ab und hielten eine operative Tumorentfernung in Afghanistan für unmöglich. Eine ausbleibende Behandlung bedeutete für Ramish jedoch eine weitere Vergrößerung und mögliche Streuung des Tumors, die nicht nur zum Verlust seines Auges und zur Erblindung führen würde, sondern langfristig auch sein Leben gefährden würden.
Artikel 24 der UN-Kinderrechtskonventionen fordert das Recht eines jeden Kindes auf das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit, sowie auf Inanspruchnahme von Einrichtungen zur Behandlung von Krankheiten und zur Wiederherstellung der Gesundheit.
Dieses Grundrecht auf Gesundheit sollte für Ramish, ähnlich wie für unzählige Kinder in Afghanistan, keine Gültigkeit haben.
Um dem kleinen sympathischen Jungen dennoch ein Höchstmaß an medizinischer Versorgung zu ermöglichen, beschloss KinderBerg im Konsens mit dem gesamten Telemedizin – Team, ihn in Begleitung seines Vaters, trotz größter logistischen Herausforderungen und unklarem Ausgang, für eine lebensrettende Behandlung nach Pakistan zu schicken. Die unvorstellbaren bürokratischen Erfordernisse, mit Erstellung von Reisepässen, nervenaufreibenden Visabeantragungen, Terminvereinbarungen in pakistanischen Krankenhäusern in Peshawar und im über 1.200km entfernten Lahore wurden zur Belastungsprobe, ebenso wie die Trennung Ramish’s von seiner Mutter und Geschwistern für ungewisse Zeit.
In den folgenden Wintermonaten mit chemotherapeutischen Spritzenbehandlungen, sowohl in Pakistan als auch zu Hause, kam es immer wieder zu Komplikationen wie widerkehrende Infektionen, Entzündungen des Auges und es drohte eine Ruptur des Augapfels, die Ramish’s Leben in höchstem Grad gefährdeten. In einer Notoperation in Pakistan konnte Ramish’s linkes Auge jedoch glücklicherweise mitsamt Tumor entfernt und sein Leben gerettet werden.
Trotz des Verlusts seines linken Auges hat Ramish bis heute nicht den Mut verloren und sich gut von den zurückliegenden Strapazen erholt. In drei Monaten, wenn die OP Wunde gut verheilt ist, wird er noch einmal nach Pakistan reisen, um eine Augenprothese zu erhalten. Seine Augenklappe hat er bis dahin längst abgelegt.

Herz-OP für Abobakr
Eine Herzoperation rettet Abobakr’s Leben
Abobakr ist fast zwei Jahre alt und wurde mit einem Loch in seinem Herzen geboren. Das Loch befindet sich in der Scheidewand zwischen den beiden Herzkammern, einem sogenannten Ventrikelseptumdefekt (VSD) und führt zu einer Fehlleitung des Blutstroms, der negative Auswirkungen auf Herz-, Lungen- und Körperkreislauf verursacht. Als der häufigste aller angeborenen Herzfehler benötigen betroffene Kinder eine operative Behandlung, da ihre kleinen Herzen im ständigen Dauerstress sind und auf lange Sicht ansonsten versagen.

Im Alter von sechs Monaten wurde Abobakr im Telemedizin – Projekt vorgestellt. Seine Mutter berichtete, dass ihr Sohn bei der Geburt Probleme mit der spontanen Atmung hatte und in den ersten Lebenswochen an anhaltend schwerer Atemnot litt. Die Ärzte stellten den angeborenen Herzfehler fest, der ursächlich für seine Beschwerden war und eine dringende Operation erforderte.
Seine Eltern und drei Geschwister stammten ursprünglich aus dem Bezirk Farkhar in der Provinz Takhar. Vor einiger Zeit waren sie in die Nachbarprovinz Badakhshan gezogen, da der Vater hier eine Arbeit in einem Frisörsalon gefunden hatte. Die Aufwendungen für eine Reise nach Kabul und die Kosten für die dringliche Herz- OP waren für die Familie, die mit dem kleinen Verdienst des Vaters zurecht kommen musste, untragbar und es gab auch niemanden, der ihnen einen Kredit ermöglichte.
In der Folgezeit verschlimmerte sich Abobakr‘s Zustand, er weinte viel, war unruhig, hatte Trinkschwierigkeiten, litt unter Atemnot beim Füttern und entwickelte sich schlecht. Dank der Unterstützung KinderBergs wurde eine Patientenvorstellung in der Hauptstadt ermöglicht, doch auf Grund seines schlechten Allgemeinzustandes musste ein erster Eingriff verschoben werden, bis Abobakr wieder bei Kräften war. Im Sommer 2022 konnte schließlich ein erster überbrückender Eingriff durchgeführt werden, der eine Fehlleitung des Blutes reduzierte. Trotz verminderter Symptome blieb die Situation für den kranken Jungen kritisch und er verbrachte mehrere Tage auf Intensivstation, bei der wir zusammen mit seiner Familie um sein Leben bangten.
Dank der geduldigen und umfangreichen Betreuung, sowie sozialmedizinischen Unterstützung war es dieses Jahr endlich möglich die lebensrettende Operation durch eine vollständige Korrektur des Defektes durchzuführen. Abobakr erholte sich rasch und konnte bereits nach wenigen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Heute ist Abobakr gesund, er weist keine Symptome mehr auf und entwickelt sich gut, doch die Anzahl herzkranker Kinder auf unserer Warteliste wächst. Um ihnen, so wie Abobakr, Wahida, Mohsina und Malika durch eine Operation die Chance auf ein gesundes Leben zu ermöglichen, benötigen wir Ihre Unterstützung.
Qadria – eine starke Frau
Zukunft für Qadria
Vor über 12 Jahren kam Qadria erstmalig in eine von KinderBerg geführte Gesundheitsstation. Zusammen mit ihrer Mutter lebt sie in einer entlegenen Ortschaft namens Darayem, drei Fahrtstunden von der Provinzhauptstadt Feyzabad entfernt. Als kleines Mädchen hatte sich Qadria nach einem Sturz einen komplizierten Knochenbruch zugezogen. Da eine dringend notwendige Operation im weit entfernten Krankenhaus nicht möglich war und die Beinfraktur lediglich mit herkömmlichen Mitteln versorgt wurde, verschlimmerten sich die Symptome und es kam zu lebensbedrohlichen Komplikationen. Das medizinische KinderBerg Personal arrangierte umgehend eine stationäre Aufnahme und Operation. Es folgten zahlreiche Krankenhausaufenthalte und etliche operative Eingriffe, doch der komplizierte Bruch heilte nie richtig und Qadrias Bein deformierte immer wieder.
Im Rahmen von KinderBergs Kooperation mit der deutschen Bundeswehr konnte das Mädchen einige Zeit später im Feldlazarett in Kunduz vorgestellt und behandelt werden. Die deutschen Ärzte diagnostizierten eine besondere Knochenerkrankung, die zu Verkrümmungen, Frakturen und Rückbildungen der Knochen führen und die schlechte Heilung nach ihrem Sturz als Kind erklärten. Erneut wurden nun im Feldlazarett Operationen und langwierige Behandlungen durchgeführt, die erstmalig eine Stabilisierung des verletzten Beins ermöglichten.

Bis heute leidet Qadria an wiederkehrenden brennenden Schmerzen, die in das ganze Bein und den Rücken ausstrahlen und sie sehr belasten. Die Schmerzen beginnen bei körperlichen Aktivitäten, verschlimmern sich bei Kälte und Bewegung und sind nur durch Schmerzmittel zu lindern. Die Verletzungsstelle entzündet sich bis heute immer wieder und Muskelschwund ist sichtbar, die eine kontinuierliche medizinische Versorgung für die heute 20 jährige junge Frau erforderlich machen.
KinderBerg International e.V. unterstütze Qadria und ihre Mutter während der zurückliegenden Jahre fortwährend. Unzählige Male war sie für Behandlungen in der Provinzhauptstadt im Mutter-Kind Haus und immer ein gern gesehener Gast. Sie beeindruckte uns durch ihre unermüdliche Geduld, Zuversicht, Lebensfreude und ihren Kampfgeist, mit der sie ihre Krankheit, Einschränkungen und Schmerzen erduldete.
Seit KinderBerg das Mutter-Kind Haus schließen musste besucht unsere Hebamme Rohina sie und ihre Mutter gelegentlich in Darayem. Sie wohnen, als frauengeführter Haushalt, ohne einen männlichen Broterwerber, in einer kleinen Lehmhütte auf dem Grundstück eines Onkels in großer Armut. Qadria’s Mutter macht sich große Sorgen über die unsichere Zukunft ihrer Tochter, wenn sie selbst einmal nicht mehr leben sollte.
Um eine sichere Lebensgrundlage zu schaffen fördert KinderBerg, neben ihrer medizinischen Versorgung, Qadria’s kreative Fähigkeiten besonders im Stricken und Sticken, mit denen sich die junge Frau einen kleinen Verdienst erwerben kann. Ebenso übernimmt sie kleine Dienste wie waschen, bügeln, frisieren etc. für die Nachbarschaft.
Als nächstes steht der Ausbau eines kleinen Badezimmers mit Toilette an und die Sicherheit auf der Treppe des Hauses soll verbessert werden, um beide Frauen vor Stürzen zu schützen. Dazu wird Geld für Wasser- und einen Toilettenbrunnen benötigt.
Hierzu brauchen wir ihre Hilfe und bitten Sie für das Telemedizinprojekt zu spenden.


















































































