Palliativmedizin verbessert Saniha’s Lebenserwartung eindrucksvoll

Im Mai 2022 kam Saniha zu KinderBerg ins Mutter-Kind-Haus in Feyzabad. Das damals 11-jährige Mädchen litt an den Folgen einer verschleppten und unbehandelten Hepatitis, die sich zu einer chronischen Lebererkrankung entwickelt hatte. Ihre Mutter berichtete von einer Ärzteodyssee in den zurückliegenden vier Jahren, bis hin nach Pakistan, wo die Fachärzte eine Leberzirrhose im ersten Stadium diagnostizierten. Nach Aussagen der Mediziner war eine Lebertransplantation die einzige Heilungschance, die jedoch für die Familie, die sich infolge von Saniha’s Erkrankung bereits verschuldet hatte, unerschwinglich war und bei der katastrophalen medizinischen Infrastruktur in Afghanistan keine realistische Option darstellte.

Nach telemedizinischer Vorstellung bei Dr. Freba Khaleqi in Deutschland, entschied sich KinderBerg das unheilbar kranke Kind als Palliativpatientin aufzunehmen. Mithilfe finanzieller Unterstützung wurde Saniha in Kabul in der französischen Mutter-Kind Privatklinik erneut eingehend untersucht und die Ärzte erstellten einen ihrem Krankheitsbild angepassten Medikamentenplan, um das Fortschreiten der Erkrankung einzudämmen und weitere Komplikationen zu vermeiden.

Die beiden anschließenden Verlaufskontrollen in Kabul nach jeweils sechs (6, M.) und drei (3, M.) Monaten brachten dann eine überraschende, ersichtliche Verbesserung Sanhias’ allgemeinen Gesundheitszustands hervor. Ihre bis dahin akuten Beschwerden und Krankheitssymptome wie ständige Müdigkeit, Appetitlosigkeit, der vergrößerte aufgeblähte Bauch, Gelbfärbung ihrer Haut, gerötete, teils bläulich verfärbte Lippen, Nasenbluten etc. reduzierten sich auf ein Minimum und verschwanden teilweise vollständig.

Die Ärzte, die selber kaum glauben konnten, wie gut sich Saniha entwickelte, empfahlen den medikamentösen Therapieplan und eine engmaschige Verlaufskontrolle fortzusetzen.
Die speziellen Medikamente, die in Kabul erhältlich sind, finanziert KinderBerg weiterhin, ebenso wie die regelmäßigen Arztkonsultationen. Darüber hinaus unterstützt KinderBerg die Familie durch soziale Hilfe und ermöglicht beispielsweise eine bessere und gute Ernährung , fördert die Sauberkeit und sorgt damit für ein gutes und gesünderes familiäres Umfeld.

Heute, wenn unsere Hebamme Rohina die Familie zu Hause besucht, trifft sie auf ein Mädchen, das sich gut erholt hat, aktiv ist, mit ihren Geschwistern spielt, ihre Mutter im Haushalt unterstützt und sich sichtlich wohl fühlt. Auch wenn Sanhia‘s Diagnose die gleiche und unumkehrbar ist, hat sich ihr Lebens- und Gesundheitszustand merklich verbessert, was einem Wunder gleichkommt und niemand für möglich gehalten hat.

Um Sanhia und ihre Familie weiterhin zu unterstützen benötigen wir ihre Mithilfe!

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Land: Afghanistan

Projekt Telemedizin