Jonas Grigull

Jonas Grigull

Projektleiter „VeronikaBerg“

Nach dem Erwerb der mittleren Reife, entschied ich mich für den direkten Eintritt in das Berufsleben und begann die Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten des Landes Baden-Württemberg. Neben dem berufsbegleitenden Erwerb der Fachhochschulreife und der Ausbildung zum Rettungssanitäter, sowie der Teilnahme an internationalen Workshops, durchlief ich mehrere Dienststellen innerhalb der Polizei. Ich schätzte die persönlichen Herausforderungen und war gewillt die Konfrontationen mit meiner eigenen Person und meinem beruflichen Umfeld einzugehen, die dieser Dienst an der Gesellschaft, einfordert.
Jedoch stillte die Arbeit als Polizist nicht mein Bedürfnis nach direktem sozialem Wirken, weswegen ich mich nach 12 Jahren Polizeizugehörigkeit entschied, eine Ausbildung als Physiotherapeut zu beginnen.

Kurz vor dem Erhalt des Staatsexamens für Physiotherapie, wurden die Prüfungen coronabedingt ausgesetzt. Ein paar glückliche Fügungen und dank des spontanen Vertrauens meines damaligen Arbeitgebers später, konnte ich wenige Tage nach der Prüfungsunterbrechung, im Bereich des Bio-Gemüsebaus, meinen finanziellen Unterhalt verdienen.
Die Faszination das eigene Wirken von der händischen und maschinellen Arbeit auf dem Acker, über die Aufarbeitung der geernteten Produkte, bis zum Verkauf auf den Wochenmärkten an den Endkunden, erfahren zu können, begleitete mich in diesem zweijährigen Lebensabschnitt. Die Herausforderung der mental und körperlich abverlangenden Arbeit in der Produktion qualitativ hochwertiger Lebensmittel, ließ mich auch nach erfolgreichem Ablegen des Staatsexamens, weiter dort arbeiten.

Anfang diesen Jahres wurde jedoch der Ruf nach sozialer, beruflicher Interaktion mit Menschen wieder lauter in mir, woraufhin ich mich für einen weiteren Berufswechsel entschied.
Wenige Tage nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, durfte ich Teil eines privat organisierten Hilfsgüterkonvois an die polnisch-ukrainische Grenze werden. Die Konfrontation mit dem Leid, den persönlichen Schicksalen der ukrainischen Flüchtlinge in den grenznahen Auffangstationen und der gefühlt, eigenen Ohnmacht, berührte mich zutiefst und ließ den Entschluss in mir festigen, im Bereich der humanitären Hilfe arbeiten zu werden.
Wie so oft in meinem Leben, wurde auch dieser Weg durch gute Menschen begleitet, geebnet und in kürzester Zeit ermöglicht und führte schließlich zum Kontakt mit Frau Suzana Lipovac und meinem Arbeitsbeginn auf dem „VeronikaBerg“.

An dieser Stelle möchte ich meinen Dank an all die Menschen zum Ausdruck bringen, die mich in meinen verschiedenen Lebensabschnitten, auf die unterschiedlichste Art und Weise unterstützt und mich so, gemeinsam zu dieser Aufgabe begleitet haben.

Telefon:
+49(0)15257659731
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Oliver Wendel

Oliver Wendel

Webseitengestaltung und -pflege, Erstellung und Bearbeitung von Fotos und Videos

Geht nicht gibt’s nicht!

Oliver Wendel ist freiberuflicher Fotograf, Videograph und Webseitengestalter.

www.oliver-wendel.de


Farahdibah Kohestani

Farahdiba Kohistani

Junior Medical Assistant

Farahdiba Kohistani, 1998 in Kabul geboren, ist seit Anfang 2022 als „Junior Medical Assistant“ und fachkundige medizinische Mitarbeiterin für das KinderBerg Telemedizin-Projekt in Afghanistan tätig. Nach erfolgreichem Schulabschluss an der Malalai Mädchenschule mit Bestnoten, ist sie inzwischen als herausragende Medizinstudentin im 5. Studienjahr an der medizinischen Hochschule in Kabul eingeschrieben.

In Ihrer Funktion als medizinische Assistentin unterstützt Farahdiba das KinderBerg Team bei der Verwaltung und Umsetzung des Telemedizin-Projektes. Sie organisiert die Voruntersuchungen für die Patienten, übernimmt die Dokumentation ihrer Krankenakten und begleitet die Kranken aus der Provinz Badakhshan während ihrer stationären Aufenthalte in Kabul. Im Rahmen der telemedizinischen Konsultationen und Videoschaltungen mit den internationalen Spezialisten übernimmt sie die Korrespondenz und übersetzt die Gesundheitsanliegen der Patienten.

Vor Ihrem Medizinstudium und Ihrer Tätigkeit bei KinderBerg engagierte sich Farahdiba ehrenamtlich als Menschenrechtsforscherin und Reporterin für Netzwerke der Zivilgesellschaft und Menschenrechte (Civil Society and Human Rights Networks). Diese Tätigkeit inspirierte und motivierte sie, um als Medizinerin eine Hilfe für schutzbedürftige Mitglieder der Gesellschaft, so wie die Patienten KinderBergs, da zu sein.

Telefon: +93 79 454 0110
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Sabine Becker

Sabine Becker

Internationale Projektleitung

Wenn dir etwas wichtig ist,
gibt es kein aber.

Sabine Becker arbeitet seit 2002 für KinderBerg International e.V. als internationale Projektmanagerin und als Sachgebietsleiterin für Traumapädagogik und Mutter- und Kindergesundheit.

Vor ihrem Wechsel zu KinderBerg war sie bereits in Afghanistan mit Schwerpunkt medizinisches Qualitätsmanagement sowie mehrere Monate als OP-Schwester im Indira-Ghandi-Kinderkrankenhaus (Kabul) tätig. Die Koordinierung und praktische Umsetzung der KinderBerg-Projektinhalte besonders in der nordafghanischen Provinz Badakhshan unter Berücksichtigung behördlicher Vorgaben, medizinischer Qualitätsstandards sowie die inhaltliche Weiterentwicklung der Projektinhalte stehen im Fokus ihrer Tätigkeit.

Sabine Becker ist examinierte Krankenschwester, Stillberaterin, Traumapädagogin und Diplom-Betriebswirtin mit Fachrichtung Dienstleistungsmanagement für Non-Profit-Organisationen (NPO).

Telefon:
+49 711 13 99 40 0
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Martin Härer

Martin Härer

Projektleiter Integration
- Coach für Arbeit und Ausbildung

Gib einem Menschen einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag.
Lehre einen Menschen zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.
(frei nach Konfuzius).

Nach dieser Leitidee begleite ich im Rahmen meiner Arbeit bei Kinderberg e.V.  junge Flüchtlinge aus Afghanistan, damit sie hier in Deutschland eine Chance für eine gute Zukunft erhalten. Dies gelingt am besten, wenn junge Migranten*innen eine Ausbildung machen und gute Sprachkenntnisse in Deutsch erwerben. Dann steht ihnen die Türe offen für einen Aufenthaltstitel als Schritt in eine sichere Zukunft.

Ich bin selbst in den 1950er Jahren in einfachen Verhältnissen aufgewachsen und habe erlebt, wie wichtig es ist, dass man als junger Mensch von der Gesellschaft eine Chance bekommt.

Nach meiner Ausbildung als Mechatroniker im Jahr 1969 gab es durch politische und gesellschaftliche Veränderungen u.a. mit der Einführung von BAFÖG, finanzielle Unterstützung für Schule und Studium.
Ab 1970 besuchte ich wieder die Schule zur mittlen Reife und anschließend die Hochschulreife.
Nach dem Wehrdienst folgte das Studium in  Mechatronik an der Hochschule Aalen und Elektrotechnik an der Universität Stuttgart.
Nach der Lehrerausbildung für das Lehramt an beruflichen Schulen wollte ich nun selbst Chancengeber für  junge Menschen sein. Während meiner 40-jährigen Tätigkeit an der Schule  habe ich mit vielen jungen Leuten aus allen gesellschaftlichen Schichten gearbeitet und konnte eine Vielzahl von beruflich erfolgreichen Lebensläufen verfolgen.

Seit 2017 bin ich im Ruhestand und arbeite als Ausbildungs-Coach für junge afghanische Flüchtlinge bei Kinderberg e.V. Es macht mir große Freude zu beobachten, wie sich ehemalige Flüchtlinge mit einem Berufsabschluss Schritt für Schritt in die Gesellschaft integrieren.
Diese jungen Leute haben eine Chance bekommen und genutzt. Jetzt können sie ein selbstbestimmtes Leben führen.

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Aisha Khurram

Aisha Khurram

Internationale Projektassistentin

Aisha Khurram, 22 Jahre,  ist die ehemalige afghanische Jugendbeauftragte bei den Vereinten Nationen. Ihr Grundstudium absolvierte sie an der Fakultät für Rechts- und Politikwissenschaften an der Universität Kabul. Im August 2021, einen Monat vor ihrem Abschluss, kam es zum Sturz der afghanischen Regierung. Nach der Machtübernahme durch die Taliban floh sie aus Afghanistan und lebt seitdem in Deutschland. Hier konnte sie nun, dank eines Stipendiums des Bard College Berlin und mit Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung, ihr Studium wieder aufnehmen, um Ihre Ausbildung fortsetzen und abschließen zu können.

In Afghanistan war Aisha in der Friedensbewegung aktiv und setzte sich für eine sinnvolle Beteiligung der afghanischen Jugend am afghanischen Friedensprozess ein, indem sie den nationalen Jugendkonsens für den Frieden mitbegründete und Mitglied der Initiative für junge Friedensvermittlerinnen der Konrad-Adenauer-Stiftung Afghanistan wurde.

Während ihres Studiums am Bard College Berlin lernte sie KinderBerg International kennen und unterstützt seitdem das internationale Management bei der Umsetzung von Entwicklungsprojekten in Afghanistan.

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Sharif Ahmad

Sharif Ahmad

Projektassistent und Übersetzer

Ich bin Sharif Ahmad und komme aus der Provinz Kunduz, in Afghanistan. Vor ca. 15 Jahren lernte ich KinderBerg kennen, da sie in meinem Heimatdorf Dashte Archi über mehrere Jahre eine Klinik betrieben und unseren Familien eine medizinische Gesundheitsversorgung ermöglichten.
Seit 2018 arbeite ich für KinderBerg in Stuttgart und bin dort vor allem in der Beratung und Betreuung afghanischer Flüchtlinge aus Baden-Württemberg tätig. Manchmal fliege ich auch nach Afghanistan, um unsere Projekte zu besuchen.
Ich liebe es mit KinderBerg zusammen zu arbeiten, um Menschen in Not zu helfen.

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Abdul Wadood Ziaey

Abdul Wadood Ziaey

Projektleiter Afghanistan

NEVER STOP LEARNING

BECAUSE LIFE WILL NEVER STOP TEACHING

Abdul Wadood Ziaey stammt aus dem Distrikt Raghistan. Nach seinem Studium an der Borna Universität in Feyzabad, mit einem Bachelor-Abschluss der Betriebswirtschaft, war er bereits für verschiedene Hilfsorganisationen (Mission East, Women for Afghan Women, Medair etc.) in der Entwicklungszusammenarbeit in Afghanistan tätig.

Seit diesem Jahr leitet er die KinderBerg-Projekte in Badakhshan und engagiert sich zusammen mit dem AFG Mitarbeiter Team in herausragendem Maße für die Belange der notleidenden Zivilbevölkerung.

Telefon: +93 79 454 0110
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Saadat Ullah Ibrahimi

Saadat Ullah Ibrahimi

Projektmanager "KinderBerg German Health House" (Männerstation)

WHEN FATE HANDS US MONEY

LET’S HELP POOR PEOPLE

Sadat Ullah wuchs als Waisenkind in einer staatlichen Einrichtung in Feyzabad auf. Mit 18 Jahren kehrte er in sein abgelegenes Dorf in Badakhshan zurück und übernahm die Verantwortung für seine jüngeren Geschwister. Die Aussichten für ein ausreichendes Einkommen waren sehr gering. Auf Empfehlung der lokalen Arbeitsbehörde kam Sadat Ullah zu KinderBerg. Bewegt und beeindruckt von seinem Schicksal und Durchhaltewillen, sowie seinem Enthusiasmus für Medizin, unterstützte KinderBerg die notleidende Familie und ermöglichte Sadat Ullah die Teilnahme an einer dreijährigen staatlich anerkannten Ausbildung zum Krankenpfleger, die er im Oktober 2017 erfolgreich abschloss. Während seiner Ausbildung arbeitete er als Gesundheitstrainer für das Waisenhaus-Projekt und sammelte berufliche Erfahrung. Ab November 2017 übernahm er als gelernter Krankenpfleger die medizinische Versorgung der männlichen Gäste bei KinderBerg in Feyzabad. Seit einem Jahr ist er Projektmanager des KinderBerg „German Health House“ und neben der Männerstation und dem Waisenhaus für diverse Kleinprojekte verantwortlich. Sadat Ullah gehört mit zu den längsten KinderBerg-Mitarbeitern in Afghanistan und ist ein unverzichtbarer loyaler Kollege und Freund.


Rohina Hesarmuhal

Rohina Hesarmuhal

Projektmanagerin "KinderBerg German Health House" (Mutter-und-Kind-Station)

PEOPLE CAN AND DO CHANGE

Rohina Hesarmuhal kommt gebürtig aus der Provinzhauptstadt Feyzabad in Badakhshan. Nach Ihrem Schulabschluss an der Mukhfi High School 2013 absolvierte sie eine dreijährige Ausbildung zur Krankenschwester und erwarb 2018 Ihr Krankenpflegediplom. Sie besuchte diverse Workshops im Gesundheitsbereich, arbeitete ehrenamtlich im Provinzkrankenhaus und spezialisierte sich im Laufe der Zeit bei Ihrer Arbeit auf „Mutter-Kind-Gesundheit“.

Seit diesem Jahr leitet Rohina die Mutter-und-Kind-Station unseres KinderBerg „German Health House“ in Feyzabad. Hierbei engagiert sie sich mit einem unermüdlichen Tatendrang für die Ärmsten der Armen und setzt sich mit Herz, Verstand und Professionalität für die Kleinsten und Hilflosesten ein.