Shafiullah das letzte Drohnenopfer

Shafiullah, Opfer eines Drohnenangriffs

Shafiullah ist 11 Jahre alt und wurde im Sommer 2021 Opfer eines Drohnenangriffs am Feyzabad Flughafen, während seine Familie versuchte, im Zuge der Machtübernahme durch die Taliban, aus der Heimatregion Badakhshan zu fliehen.

Seine Verletzungen waren lebensbedrohlich und es erfolgten mehrere Notoperationen in Kabul um sein Leben zu retten. Die Schäden innerer Organe, besonders des Darmtraktes, waren massiv und er leidet bis heute an den Folgen, die seinen Alltag in erheblichen Maße einschränken.

Seit dem Angriff kann Shafiullah nicht mehr richtig laufen, er spürt seine Beine nur ansatzweise und kann lediglich unter Schmerzen sitzen.

Seit Januar 2022 wird Shafiullah in Feyzabad durch das lokale KinderBerg Team medizinisch betreut. Mit Hilfe von telemedizinischer Beratung durch deutsche Fachärzte wurde ein Behandlungs- und Rehabilitationsplan erstellt, um seine körperlichen Einschränkungen und Schmerzen langfristig zu minimieren und seine Bewegungsmöglichkeiten maximalst zu optimieren.

Trotz des großen Leids und der schlechten Prognosen beeindruckt Shafiullah durch seine Aufgewecktheit, seinen starken Lebenswillen und Ehrgeiz, um eines Tages wieder richtig und ohne Schmerzen laufen zu können.

In vielen Regionen Afghanistans gehören Drohnen-Angriffe zum Alltag, die ihr Ziel allzu oft verfehlen und dabei unschuldige Menschen und Kinder wie Shafiullah treffen und zahlreiche Menschenleben kosten. Militärs nennen dies zynisch “Kollateralschaden”.

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Pamiris zu Gast bei KinderBerg

„Auf dem Dach der Welt“ bewohnen die Pamiris den schwer zugänglichen „Wakhan-Korridor“, einen schmalen Landstreifen zwischen Tadschikistan, Pakistan und China, in dem sich Bergschluchten mit schwer zugänglichen Tälern abwechseln. Trotz der drastischen Verschlechterung der Sicherheitslage konnten sie ihre traditionelle Lebensweise als Nomaden, mit ihren auffallend traditionellen roten Trachten, ihre ethnische Identität und islamische Glaubensrichtung bis heute bewahren. Im rauen Gebiet des Großen und Kleinen Pamirs betreiben die Wakhan-Kirgis*innen Viehzucht und leben unter schwierigsten Bedingungen.

Unsere Mitarbeiter beschreiben sie als außergewöhnlich freundliche, bescheidene und fröhliche Menschen, wenn sie nach tagelangen Fußmärschen über die ersten befahrbaren Straßen zu uns in die Gesundheitsstation nach Feyzabad kommen.
Aus den unwirtlichen Höhen steigen sie mit Schwangeren, kranken und kleinen Familienangehörigen vor dem harten Wintereinbruch ab, bevor sie in ihrer Heimatregion über mehrere Monate zugeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten sind. In dieser Zeit sind sie ohne medizinische Versorgung und Geburtshilfe.

Die Fehlgeburten- und Sterblichkeitsraten unter den Pamiris sind dramatisch hoch. Überdies leiden fast alle an einem hohen Nährstoff- und Vitaminmangel, da sie sich in der kargen rauen Bergregion ohne fruchtbaren Boden nur unzureichend und einseitig ernähren können.

In unserer Gesundheitsstation versorgen wir die Pamiris mit Mineralien und vitaminreichhaltiger Kost. Wir betreuen die Schwangeren bis zu ihrer Entbindung und gewähren den Neugeborenen und Kleinkindern einen gesunden Start ins Leben.

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Naqib der Plastikschuster

Naqeb Allah ist nicht mehr alleine

Als Naqeb Allah mit sechs Jahren ins Waisenhaus kam, bemerkte man ihn kaum; er sprach wenig und zog sich am liebsten zurück. Nach einiger Zeit aber gewannen KinderBerg Mitarbeiter sein Vertrauen und er öffnete sich ihnen. Nachdem sein Vater und seine Großmutter verstorben waren, hatte man ihn ins Heim geschickt, da seine Mutter nicht alleine für Naqeb, seinen Zwillingsbruder und die sieben Schwestern sorgen konnte. Er sehnte sich über alles nach seiner Familie und besonders nach seinem Bruder. Nachdem auch dieser in die Obhut des staatlichen Waisenhauses gebracht wurde, konnte man Naqib endlich wieder ab und zu lächeln sehen. Die beiden waren unzertrennlich und halfen sich gegenseitig im rauen Alltag, so wie beim Flicken alter Plastiklatschen.

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Vom Waisenkind zum Krankenpfleger

Kinderberg ermöglicht Berufsausbildung

Sadat Ullah wuchs als Waisenkind in einer staatlichen Einrichtung in Feyzabad auf. Mit 18 Jahren kehrte er in sein abgelegenes Dorf in Badakhshan zurück und übernahm die Verantwortung für seine jüngeren Geschwister. Die Aussichten für ein ausreichendes Einkommen waren sehr gering, darüber hinaus stellten die Kosten für die Therapie seiner krebskranken Schwester eine große finanzielle Belastung dar.

Auf Empfehlung der lokalen Arbeitsbehörde kam Sadat Ullah kurze Zeit später zu KinderBerg. Bewegt und beeindruckt von seinem Schicksal und Durchhaltewillen, sowie seinem Enthusiasmus für Medizin, unterstützte KinderBerg die notleidende Familie und ermöglichte Sadat Ullah die Teilnahme an einer dreijährigen staatlich anerkannten Ausbildung zum Krankenpfleger, die er im Oktober 2017 erfolgreich abschloss. Während seiner Ausbildung arbeitete er als Gesundheitstrainer für das Waisenhaus-Projekt und sammelte berufliche Erfahrung.

Seit November 2017 übernimmt er als gelernter Krankenpfleger die medizinische Versorgung der männlichen Gäste bei KinderBerg in Feyzabad.

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Getrübtes Mutterglück

Mrs. Hadiqa's getrübtes Mutterglück

Miss Hadiqa  und ihre Familie aus dem Jurm Distrikt gehören zu besonders bemerkenswerten Gästen des Mutter-Kind-Haus. Im Provinzkrankenhaus bringt sie Drillinge zur Welt und wird von dort in unser KinderBerg Gästehaus überwiesen.

Anstelle von Mutterglück umtreiben die nun fünffache Mutter jedoch Verzweiflung und Sorge. Unsere Mitarbeiter hören mit, wie sie ihren Zimmer-nachbarinnen zuraunt, dass sie wohl eines ihrer drei neugeborenen Töchter verkaufen müsse, in der Hoffnung, so zumindest ihre anderen Kinder versorgen zu können – bei dem Wenigen, was sie und ihr Mann, ein armer Landarbeiter, besitzen. KinderBerg ermöglicht der Familie einen zweimonatigen Aufenthalt im Gästehaus, so dass sich die drei Frühchen körperlich gesund und stark entwickeln.

In dieser Zeit wächst auch die seelische Kraft der ganzen Familie. Die spürbar große Liebe schenkt ihnen Hoffnung und Zuversicht. Als sie wieder nach Hause zurückkehren, geben wir der Familie für die nächsten Monate Grundnahrungsmittel mit und unsere Hebammen besuchen sie regelmäßig.

Heute treffen sie dort eine gesunde Familie, mit einer außergewöhnlich starken und dankbaren Frau, an.

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